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Rheinland-Pfalz will ambulante Pflege stärken
« am: 04. Juli 2012, 00:52 Uhr »
Ältere und Behinderte sollen in Rheinland-Pfalz künftig öfter zu Hause gepflegt werden. Dafür haben Land und Kommunen heute ein Modellprojekt vereinbart.

Dies teilte das Sozialministerium in Mainz mit. Demnach sollen die bisher zwölf Modellgemeinden die Finanzverwaltung für die Hilfeleistung selbst übernehmen und die ambulante Pflege stärker berücksichtigen als die stationäre.
 
Den Angaben zufolge hat das Land bisher die Hälfte der Leistungen für stationäre oder teilstationäre Hilfen übernommen. Mit dem neuen Modell bekommen die Kommunen ein festes Budget und können die Mittel des Landes auch für ambulante Pflege einsetzen. “Nicht die Einrichtung steht im Mittelpunkt der Hilfeleistung, sondern der Mensch”, sagte Sozialministerin Malu Dreyer (SPD).
 
Zahl der Leistungsberechtigten steigt kontinuierlich
 
Laut Ministerium ist die Zahl der Empfänger der sogenannten Eingliederungshilfe für Behinderte zwischen den Jahren 2007 und 2009 von 28.100 auf etwa 30.700 gestiegen. Bei der Unterstützung für Behinderte habe das Land im Jahr 2004 rund 501 Millionen Euro gezahlt, im vergangenen Jahr waren es mit 651 Millionen Euro knapp 4,3 Prozent mehr. Für die Pflege beispielsweise von älteren Menschen sei der Zuschuss im gleichen Zeitraum um mehr als acht Prozent auf 146 Millionen Euro angewachsen.
 
Alle Prognosen gingen davon aus, dass die Zahl der Leistungsberechtigten unter anderem wegen des demografischen Wandels weiter steigen werde, unterstrich Dreyer. Mit dem nun vereinbarten Modellprojekt solle daher “mehr Teilhabe und Selbstbestimmung für behinderte Menschen” erreicht werden. Damit werde den pflegebedürftigen Menschen “ein Leben in den eigenen vier Wänden” ermöglicht.
Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich nur darin zurechtfinden.
Albert Einstein