Autor Thema: Höhere Bußgelder ab 1. Mai 2014  (Gelesen 1680 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline BerBra

  • Administrator
  • Mitglieder
  • *****
  • Beiträge: 249
Höhere Bußgelder ab 1. Mai 2014
« am: 08. September 2013, 19:38 Uhr »

Höhere Bußgelder ab 1. Mai 2014 Verkehrssünder müssen wieder mehr blechen

Was sich im kommenden Jahr sonst noch für Autofahrer ändert
Erst im April 2013 sind etliche Verkehrsünden deutlich teurer geworden. Doch schon am 1. Mai 2014 steht die nächste Runde bei den Bußgeldern an!

Durchschnittlich 20 Euro sollen Verkehrssünder künftig mehr als bislang bezahlen. Das sieht eine Verordnung des Bundesverkehrsministeriums vor. Die Zustimmung des Bundesrats Mitte des Monats gilt als sicher.

Mit 60 statt 40 Euro zur Kassen gebeten werden dann etwa Autofahrer, die am Steuer das Handy in der Hand haben, im Tunnel verbotenerweise wenden oder gegen die Winterreifenpflicht verstoßen. Wer dem Haltezeichen eines Polizisten nicht folgt, soll 70 statt 50 Euro zahlen.

Noch krasser ist der Zuschlag für Autofahrer, die ohne erforderliche Plakette in die Umweltzone einfachen: sie sollen künftig 80 statt 40 Euro zahlen. Im Gegenzug gibt's dafür keine Punkte in Flensburg mehr.

Auch diese Neuerungen kommen auf Autofahrer zu:

1. Mai 2014: Punktereform in Flensburg tritt in Kraft

Nach mehrfachem Verschieben, steht jetzt der Termin fest. Zentrale Neuerung: Statt einen bis sieben Punkte soll es je nach Schwere des Vergehens nur noch einen, zwei oder drei Punkte geben. Dafür ist der Führerschein auch schon bei 8 Punkten weg, statt bisher bei 18.

Weitere Änderungen im Kurzüberblick:

Die Flensburg-Fibel

Das neue Punkte-System

• Künftig gibt es nur noch einen Punkt für „schwere Verstöße“ (bisher Ordnungswidrigkeiten), z. B. für über 20 km/h erhöhtem Tempo innerorts. Dafür gibt es aktuell einen bis vier Punkte.

• Zwei Punkte gehen aufs Konto für „besonders schwere Verstöße“ (bisher Ordnungswidrigkeiten mit Fahrverbot), z. B. bei Rot über die Ampel, Drängeln. Aktuell: drei bis vier Punkte.

• Drei Punkte hagelt es für Straftaten, z.B. Unfallflucht, dafür gibt es zurzeit noch fünf bis sieben Punkte.

Die Folgen

Gewichtung von Verstößen
 
Verjährung

Freiwilliger Punkteabbau
 
Umrechnung bestehender Punkte

1. Juli 2014: Warnweste wird Pflicht

Deutschland als Nachzügler: Auch bei uns muss dann in jedem Fahrzeug eine entsprechende Weste (Europäische Norm EN 471) vorhanden sein. Diese Vorschrift gilt für alle in Deutschland zugelassenen Pkw, Lkw und Busse.

1. Januar 2015: Kennzeichenwechsel bei Umzug entfällt

In einigen Bundesländern schon eingeführt, ab 2015 gilt es für das ganze Bundesgebiet: Wer in einen anderen Zulassungsbezirk zieht, kann sein altes Kfz-Kennzeichen mitnehmen. Die Pflicht zur Umkennzeichnung beim Wechsel des Wohnsitzes entfällt.

Bei der Kfz-Versicherung richtet sich der Tarif allein nach dem Wohnort!

Anfang 2015: Auto übers Internet abmelden

Fahrzeughalter sollen künftig über das Internetportal des Kraftfahrt-Bundesamts ihr Auto abmelden können. Die Abmeldung geschieht mit Hilfe von Sicherheitscodes auf den Prüfplaketten der Kennzeichen und im Führerschein.
Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich nur darin zurechtfinden.
Albert Einstein

Offline Marie

  • Mitglieder
  • *
  • Beiträge: 8
Re: Höhere Bußgelder ab 1. Mai 2014
« Antwort #1 am: 20. Oktober 2013, 00:34 Uhr »
Hallo zusammen,

das wird so langsam die reinste Abzocke finde ich. Warum sollten die Bussgelder sonst erhoht werden. Die sind momentan ohne hin schon sehr hoch.

LG Marie

Offline alexwls

  • Administrator
  • Mitglieder
  • *****
  • Beiträge: 528
  • Geschlecht: Männlich
Re: Höhere Bußgelder ab 1. Mai 2014
« Antwort #2 am: 28. Oktober 2013, 18:35 Uhr »
Ich bin ja grundsätzlich der Meinung, dass sich an die Regeln grundsätzlich zu halten ist, und dann ist es egal ob ein Verstoß zehn oder hundert Neuronen kostet.
Dass hohe Bußgelder stark abschrecken sieht man im Ausland, wo die "Angst" davor zu Gehorsamkeit wider Willens führt (sprich auf kurz oder lang dem Fahrverbot, auch für Durchreisende).

Ich sehe eher die Problematik darin, dass am Beispiel der Telefonie am Steuer die Kontrollen zu rar sind, denn ein Mal 40Euro ist immer noch weniger als 3x20Euro und den Wiederholungseffekt...
Freiwillig engagierter Administrator, Mitglied im BV_NRW