Autor Thema: Budget für Arbeit baut berufliche Brücken  (Gelesen 921 mal)

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Budget für Arbeit baut berufliche Brücken
« am: 25. Februar 2014, 14:57 Uhr »

Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt statt in einer Werkstatt für behinderte Menschen, das ist das Ziel des Budgets für Arbeit.

"Das Budget für Arbeit ist eine Form der Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch Zwölf (SGB XII) und wird auch im gerade frisch unterzeichneten Koalitionsvertrag von Union und SPD explizit erwähnt, um Menschen mit Behinderungen mehr Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Besonders bei der geplanten Formulierung eines Bundesteilhabegesetzes soll es eine wichtige Rolle spielen. Für Menschen mit Behinderungen ist es oftmals schwieriger, Arbeit zu finden. Vom allgemeinen Aufschwung am Arbeitsmarkt der letzten zwei Jahre haben gehandicapte Menschen leider so gut wie gar nicht profitiert. Auch sind Menschen mit Behinderung, wenn sie einmal in die Arbeitslosigkeit geraten, in dieser Falle länger gefangen als Menschen ohne Einschränkungen", schreibt Michael Wahl.


Lesermeinungen zu “Budget für Arbeit baut berufliche Brücken


Um noch mal die REALITAET vor Augen zu halten:

Zum 1.1.2011 arbeiteten 288.884 Menschen in den Werkstätten. Davon waren 77,79 % Menschen mit geistiger Beeinträchtigung (221.621) und 18,51 % mit psychischer Beeinträchtigung (52.718). Nur 3,70 % hatten ein körperliches Handicap (10.545)

In Niedersachsen sind von 31.366 Werkstattplätzen 107 integrativ.(Budget für Arbeit oder Aussenarbeitsplätze)
In NRW sind von 74.946 Werkstattplätzen 516 integrativ.

Arbeitsplätze über das Budget für Arbeit verlieren den Anspruch auf Rehabilitation und sind somit eine Billigvariante, die jetzt und auch in Zukunft von sehr weinigen Menschen in Anspruch genommen werden kann.

Mit Inklusion hat das ganze nichts zu tun, denn Inklusion bedeutet Rehabilitation IN DER GESELLSCHAFT für ALLE und nicht Teilhabe für eine ausgesiebte Minderheit, die sich ohne Rehabilitation anpassen kann.

Im SGB Link steht:
Aufgabe der Sozialhilfe ist es, den Leistungsberechtigten die Führung eines Lebens zu ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht. Die Leistung soll sie so weit wie möglich befähigen, unabhängig von ihr zu leben; darauf haben auch die Leistungsberechtigten nach ihren Kräften hinzuarbeiten.

Ich würde sagen, das macht dann Sinn, wenn wir uns entschließen, die Behinderungen abzuschaffen, es reicht natürlich auch die Existenz von Behinderungen zu verleugnen

Quelle: kobinet
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