Umfrage

Gibt es weitere Azubis in dem Alter?

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Stimmen insgesamt: 8

Autor Thema: Mit 44 Jahren Ausbildung zum Hep  (Gelesen 9043 mal)

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Amely67

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Mit 44 Jahren Ausbildung zum Hep
« am: 30. Dezember 2011, 11:35 Uhr »
Hallo, ich suche Erfahrungsaustausch mit Spätentwicklern(44) wie mir.
Habe im ersten Praktikum ziemliche Falschheit seitens Mentorin erlebt und versuche das nun zu verstehen und zu verarbeiten. Aber es tat heftig weh. Alle meine eigenen gut gemeinten Aussagen wurden gegen mich verwendet. Habe also auf grund meiner Offenheit Eigentore geschossen, die man in meine Be -(Ver)urteilung einfließen ließ.
Mit wem darf ich darüber Kommunizieren?

Offline Bobolina

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Re: Mit 44 Jahren Ausbildung zum Hep
« Antwort #1 am: 30. Dezember 2011, 12:13 Uhr »
Hi,

also ich glaub das darfst Du hier mit allen?

Wenn Du das hier offen machen moechtest.
Wuerde schon mal vorab behaupten, dass das mit dem Alter so erstmal nichts zu tun hat. Kann einem sicher auch mit unter 20 passieren.

VG

Amely67

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Re: Mit 44 Jahren Ausbildung zum Hep
« Antwort #2 am: 30. Dezember 2011, 12:26 Uhr »
Natürlich muss ich immer befürchten, mir noch mehr Eigentore zu schießen, bei Allem was ich äußere und dass jemand mich an meiner Art zu schreiben erkennt.
Deshalb wäre ein individueller Mailkontakt besser für mich mit einer Person, die ehrlich ihre Meinung schreiben kann.
Ich erwarte dabei ehrliche Kritik und kein Schönreden. Nur das halte ich für fair und nur so kann ich aus fehlern lernen.

stefan

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Re: Mit 44 Jahren Ausbildung zum Hep
« Antwort #3 am: 24. Januar 2012, 13:06 Uhr »
Hallo, ich suche Erfahrungsaustausch mit Spätentwicklern(44) wie mir.
Habe im ersten Praktikum ziemliche Falschheit seitens Mentorin erlebt und versuche das nun zu verstehen und zu verarbeiten. Aber es tat heftig weh. Alle meine eigenen gut gemeinten Aussagen wurden gegen mich verwendet. Habe also auf grund meiner Offenheit Eigentore geschossen, die man in meine Be -(Ver)urteilung einfließen ließ.
Mit wem darf ich darüber Kommunizieren?

grüß dich, bin auch ein spätberufener, mache seit 1,5 Jahren, die ausbildung zum Hep, schreibe in 3 monaten abschlussprüfung, mir ist es fast genauso gegangen, das würde aber jetzt den rahmen sprengen, habe eine anleitung gehabt, die mich ganz schon auf den kicker gehabt hat, habe nie was richtig gemacht, habe dann die stelle gewechselt und schau an, es läuft wie am schnürrchen

Offline BerBra

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Re: Mit 44 Jahren Ausbildung zum Hep
« Antwort #4 am: 21. März 2012, 09:29 Uhr »
Vielleicht hast du versucht eingefahrene Strukturen aufzubrechen und den Leuten auf Ihre Blindheit aufmerksam gemacht. Das kommt nicht immer gut an, wenn "Frischblut" langjährige Mitarbeiter kritisieren. Mit dem Alter hat es nichts zu tun ganz im Gegenteil. 
Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich nur darin zurechtfinden.
Albert Einstein

Amely67

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Re: Mit 44 Jahren Ausbildung zum Hep
« Antwort #5 am: 21. März 2012, 19:24 Uhr »
Hallo - nun mache ich mein Bildungspraktikum in der Heilpädagogischen Kita. Es übertrifft die vorherigen Höllen - denn das Nichtstun ist schlimmer als ein zu viel. Meine Mentorin sollte laut Lehrer mit mir einen Ausbildungsplan entwickeln. Doch sie fragt mich, wie er auszusehen hat. Das haben wir in der Schule nie besprochen. Unter diesen Voraussetzungen macht sie keinen Ausbildungsplan mit mir.
Dieses Schweigen von ihr und mich nichts tun zu lassen finde ich sehr grauenhaft. Wenn ich allein bin mit den Kids, fühle ich mich wohl und kann frei spielen mit ihnen und habe auch das Gefühl von ihnen akzeptiert zu sein.
Die Mentorin sagt, ich solle sie nicht über die Köpfe der Kinder hinweg Dinge fragen, was den Ablauf betrifft. Wenn ich die Kinder aber eigenständig anleite, sagt meine Mentorin, ich solle ihr nicht ständig ins handwerk pfuschen.
Das ist für mich nicht einfach  - da zu wissen was ich tun und lassen darf.
Es gibt kaum Gespräche und wenn, dann in einer Art " Das müssen sie doch wissen!!!"
Es macht mich traurig, wenn Menschen so mit mir umgehen. Sie meinte auch mir sagen zu müssen, dass ich die Ausbildung sowieso nicht schaffe, da ich ein wenig mit dem Rücken gehandycapt bin. So würde ich die Prüfung sowieso nicht schaffen.
Ist schon schwer, den Mut zu behalten bei so einer Aussage.
Die Chefin sagte im Kreis beim Kaffeetrinken, dass es auch Praktikanten gibt, die für den Job Heilerziehungspfleger nicht geeignet sind und dass denen das dann auch so gesagt wird, damit sie nicht erst eine "sinnlose Ausbildung" durchziehen.
Doch auch wenn es deren Ansicht sein sollte, dass ich nicht geeignet sei, werde ich es durchziehen, denn ich merke, dass ich beim Klientel gut ankomme. Ich muss nur an meinem Durchsetzungsvermögen arbeiten. Bin eben zu lieb, zu nett. Das wird schrecklich gern ausgenutzt und die Kinder versuchen über mich neue Moden einzuführen, was ich keinesfalls zulassen darf. Sie trinken z.B. an jedem Morgen erst Milch und wenn die alle ist Tee. Als ich alleine mit ihnen war, riefen die drei, dass sie Wasser trinken wollten.
So gab ich es ihnen. Zufällig mussten am nächsten Tag alle drei mal Groß - was nie vorkam. Meine Mentorin hat das auf das Wasser geschoben und mir die Hölle heiß gemacht, was ich mir erlauben würde ohne zu fragen...
Ich hoffe, ich bekomme noch die Kurve und es wird wieder schön.

Offline Bobolina

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Re: Mit 44 Jahren Ausbildung zum Hep
« Antwort #6 am: 21. März 2012, 22:08 Uhr »
Hallo - nun mache ich mein Bildungspraktikum in der Heilpädagogischen Kita. Es übertrifft die vorherigen Höllen - denn das Nichtstun ist schlimmer als ein zu viel. Meine Mentorin sollte laut Lehrer mit mir einen Ausbildungsplan entwickeln. Doch sie fragt mich, wie er auszusehen hat.

Das ist an anderen Schulen absoluter Standard? Das ist ja schließlich Deine Ausbildung, Du bist dafür verantwortlich zu entscheiden, was Du lernen willst.
Sinnvoller wäre es doch vielleicht, dann hier nachzufragen, ob hier einer so einen Ausbildungsplan als Vorlage hat?

Dieses Schweigen von ihr und mich nichts tun zu lassen finde ich sehr grauenhaft. Wenn ich allein bin mit den Kids, fühle ich mich wohl und kann frei spielen mit ihnen und habe auch das Gefühl von ihnen akzeptiert zu sein. Die Mentorin sagt, ich solle sie nicht über die Köpfe der Kinder hinweg Dinge fragen, was den Ablauf betrifft. Wenn ich die Kinder aber eigenständig anleite, sagt meine Mentorin, ich solle ihr nicht ständig ins handwerk pfuschen.
Das ist für mich nicht einfach  - da zu wissen was ich tun und lassen darf.


- Ihr Schweigen ist nicht gut
- Ihre Antworten sind nicht gut
- Nichts tun lassen ist nicht gut ( da spricht sie dann wohl?)
- Rückmeldungen sind nicht toll
- Absprachen einhalten ist doof (eigenständig anleiten)
- allein sein ist toll

Mal provokativ gefragt: Kann sie es Dir überhaupt recht machen?  Außerdem finde ich Deine Haltung total wiedersprüchlich, einerseits soll sie mehr machen, andererseits ist mehr dann aber auch nicht okay?


Es gibt kaum Gespräche und wenn, dann in einer Art " Das müssen sie doch wissen!!!"

Mir gehts jetzt aber beim Lesen auch so, dass ich das Gefühl habe, das ist totales Gefühlschaos bei Dir, und Du weißt selber nicht wirklich, was Du willst?


Es macht mich traurig, wenn Menschen so mit mir umgehen. Sie meinte auch mir sagen zu müssen, dass ich die Ausbildung sowieso nicht schaffe, da ich ein wenig mit dem Rücken gehandycapt bin. So würde ich die Prüfung sowieso nicht schaffen.
Ist schon schwer, den Mut zu behalten bei so einer Aussage.
Die Chefin sagte im Kreis beim Kaffeetrinken, dass es auch Praktikanten gibt, die für den Job Heilerziehungspfleger nicht geeignet sind und dass denen das dann auch so gesagt wird, damit sie nicht erst eine "sinnlose Ausbildung" durchziehen.

Also mal locker bleiben. Sie hat gesagt, sie sagt was bei Nichteignung. Sie hat Dir nicht gesagt, dass Du nicht geeignet bist, sondern Dich auf Dein Problem mit dem Rücken hingewiesen. Ich weiß, dass das in der Realität nicht wirklich einen Unterschied macht. Aber für Dich sollte es einen machen. Steh drüber!


Sie trinken z.B. an jedem Morgen erst Milch und wenn die alle ist Tee. Als ich alleine mit ihnen war, riefen die drei, dass sie Wasser trinken wollten.
So gab ich es ihnen. Zufällig mussten am nächsten Tag alle drei mal Groß - was nie vorkam. Meine Mentorin hat das auf das Wasser geschoben und mir die Hölle heiß gemacht, was ich mir erlauben würde ohne zu fragen...
Ich hoffe, ich bekomme noch die Kurve und es wird wieder schön.

So für sich gelesen klingt es total schräg. Allerdings weiß ich auch, dass man auch irgendwann die Nerven verlieren kann, wenn Azubis sich einfach überhaupt nicht an Absprachen halten.

Insgesamt gelesen hab ich da den Eindruck, dass Du etwas Schwierigkeiten mit Struktur hast? Weil Du dann keine Orientierung hast, versuchst Du eben, es den Kindern recht zu machen, das wenigstens die zufrieden sind - kann das sein?
Sollte das so sein, ist das ein echtes Problem, und wird mit der Ausbildung nicht überstanden sein. Das kann Dich einige Mal noch den Job kosten.
Daher: überleg Dir, wie Du Dir Strukturen schaffen kannst, die Dir weiterhelfen. Grundlage wäre z.B. eine Art Tages- oder Wochenübersicht mit allen Aufgaben drauf. Oder eben eine mit allen Regeln drauf. Dann immer mit Liste durch den Dienst rennen. Das ist gar nicht so dumm, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Man erkennt, da bemüht sich jemand, und das nimmt schon mal Druck raus.

Amely67

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Re: Mit 44 Jahren Ausbildung zum Hep
« Antwort #7 am: 21. März 2012, 22:29 Uhr »
Okay - ist gebont. Das mit der Liste ist ne gute Idee. Das mit dem Wasser - ja, da hätte ich eben andere Kollegen fragen müssen. Aber sie hat wirklich Wort wörtlich gesagt, dass ich es vergessen kann, mit einem kaputtem Rücken die Ausbildung zu schaffen.
Er ist ja nicht ganz kaputt und es ist mir nicht anzusehen. Ich hätte nie davon sprechen dürfen - Eigentor.
Sie hat nicht das recht, mir den Mut zu nehmen. Ja, ich werd drüber stehen und mich nicht mehr mit negativen Äußerungen selbst in die Pfanne haun.
Es ist wahrscheinlich so, wie Du schreibst - Struktur war nie meine Stärke, doch ich arbeite daran.
Vielen Dank für die ehrlichen Ausführugen.

Offline Bobolina

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Re: Mit 44 Jahren Ausbildung zum Hep
« Antwort #8 am: 21. März 2012, 22:41 Uhr »
Ich glaub Dir das auch, und Deine Situation ist sicher nicht einfach. Nur wenn ich Dich hier noch in Deiner Sichtweise bestärke gehts Dir morgen auf Arbeit auch nicht besser ;)
Lieber nochmal von der anderen Seite anschauen, und schauen, was kann man ändern an sich selbst. Und da kannst Du am einfachsten was machen, wenn Du für Dich einfach Klarheit reinbringst. Und Struktur ist ein Ableger von Klarheit.

Brauchst Du noch nen Ausbildungsplan oder schon was ergoogelt ? :D Unbedingt auch bei Schulaufgaben nach Klarheit schauen ;)

Krankheiten ansprechen ist immer zweischneidig, das war vielleicht im Fall des Rückens wirklich nicht ganz so günstig. Problem ist einfach, Du wirst nicht jünger, und da kann das irgendwann noch zum Problem werden, was Deine Arbeitskraft angeht. Jetzt sehe ich das noch nicht als so schlimm an. Du wirst dann einfach darauf achten müssen, wo Du irgendwann mal arbeiten wirst, Pflege wird es wohl auf Dauer nicht sein. Allerdings heißt das alles nicht, dass Du jetzt nicht den Beruf machen könntest. Langfristig werden sich für diesen Beruf aber auch andere Tätigkeitsfelder erschließen. Also vielleicht auch halb so wild.

VG

Amely67

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Re: Mit 44 Jahren Ausbildung zum Hep
« Antwort #9 am: 21. März 2012, 22:50 Uhr »
Danke, das tut gut, es zu hören.
Ja, ein Beispiel eines Ausbildungsplanes wäre sehr schön. Allerdings wird von meiner Schule verlangt, dass ich den mit der Mentorin zusammen erstelle. Doch ich kann mich nicht erinnern so etwas schon mal gemacht zu haben und sie sieht es nicht als ihre Aufgabe, mir das zu lernen, sondern als Aufgabe der Schule - womit sie vielleicht Recht hat.

Offline wellensittich

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Re: Mit 44 Jahren Ausbildung zum Hep
« Antwort #10 am: 13. November 2013, 20:43 Uhr »
also meine Schwiegermutter ist mit 53 ein Azubi!!! man kann alt werden wie ne Kuh und lernt immer noch dazu hihi
Zusammenkunft ist ein Anfang. Zusammenhalt ist ein Fortschritt. Zusammenarbeit ist der Erfolg.

Offline Joligalorit

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Re: Mit 44 Jahren Ausbildung zum Hep
« Antwort #11 am: 05. April 2014, 01:27 Uhr »
Wen es Finanziell ok ist wieso nicht, man kann nie genug lernen ^^
Du kannst so rasch sinken, dass du zu fliegen meinst.

Offline Eva.P

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Re: Mit 44 Jahren Ausbildung zum Hep
« Antwort #12 am: 14. Juli 2014, 12:52 Uhr »
Zum lernen ist man niemals zu alt. Ich kenne ein paar die haben sogar noch im späten Alter angefangen zu studieren. Und das kann man quasi gleich stellen wie mit einer Ausbildung. ;-) Ist vielleicht ein wenig anstrengender, aber sicherlich nicht unmöglich.
Unterbreche nie eine Frau, wenn Sie schweigt.