Autor Thema: Dringende Frage zu HEPs in Berlin  (Gelesen 6056 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

hepberlin

  • Gast
Dringende Frage zu HEPs in Berlin
« am: 25. August 2007, 20:29 Uhr »
Hallo ...

leider scheint es so, dass ich bis jetzt die erste Nachricht in Berlin schreibe.. sehr schade... falls doch jemand hier etwas hineinschreiben sollte und sich etwas auskennt, wäre ich sehr dankbar.
Ich bin auch HEP und habe meine Aubildung im Sauerland gemacht... leider musste ich feststellen, dass die Nachfrage nach HEPs, obwohl hier einige Fachschulen sind, sehr gering ist. Ständig liest man Stellenangebote für Kranken- oder Altenpfleger, insbesondere in psychiatrischen Einrichtungen, was eigentlich das Gebiet ist, in welchem ich unterwegs bin.
Mein Freund will nun auch am liebsten eine HEP-Ausbildung machen...eigentlich ... doch nachdem ich hier ewig suchen musste, bevor ich - abgesehen vom geistig behinderten Bereich - eine passende Stelle bekommen habe, da der HEP nunmal nur staatlich anerkannt und nicht examiniert ist, überlegt er, nun doch lieber berufsbegleitend den Altenpfleger zu machen (4 Jahre!!!!!). Tja, das Examen soll hier - und NUR hier in Berlin - also den Unterschied machen... ansonsten darf man in vielen Einrichtungen keine Medikamente stellen, ausgeben usw. Wir sich das in Berlin noch ändern ... ?? ... Ist da etwas geplant, dass die Einrichtungen darüber aufgeklärt werden, was der HEP eigentlich kann und dass er für viele Berufsfelder, wo es um Betreuung geht, sicherlich mindestens genauso geeignet ist wie ein Alten- oder Krankenpfleger???

Und auch die Aufnahmevoraussetzungen für die Schulen sind sehr eigenartig... wenn man eine Anstellung hat, in welcher die Wohnungen der Klienten nciht von der Einrichtung bezahlt sind, sondern die Klienten diese selbst bezahlen, wird dies nicht anerkannt, obwohl man mit psychisch Kranken arbeitet... sehr eigenartig... und auch die Vorerfahrung kann man sich nicht zusammen rechnen lassen ... also auch wenn man lange Jahre Beurfserfahrung in der Pflege hat und auch Behindertenreisen gemacht hat, wird man nicht angenommen ... ein FSJ´ler schon ... das sind doch Haarspaltereien ...

Viele Fragen ... vielleicht kann ja jemand helfen ?? ...würde mich freuen ....


 

Offline Bobolina

  • Mitglieder
  • *
  • Beiträge: 1.096
Re: Dringende Frage zu HEPs in Berlin
« Antwort #1 am: 26. August 2007, 09:57 Uhr »
Hallo, bin aus BaWü und wir dürfen z.B. Medis richten und ausgeben.

Ich würde nicht von der Ausbildung zum HEP abraten. Erstmal anschauen warum Du so Schwierigkeiten hast: Bewirbst Du Dich nur auf den speziellen Bereich Psychiatrie?  Wenn ja, dann liegt dort das Problem. Die schreiben meistens Krankenpfleger aus.
Grundsätzlich ist es in unserem Beruf aber so, das Initativbewerbungen gefragt sind. Zum einen solltest Du Dich auch auf Krankenpflegerstellen in der Psychiatrie bewerben.
Zum anderen solltest Du auch Einrichtungen zumindest anrufen, ob sie eine Stelle frei haben, auch wenn nichts ausgeschrieben ist. Denn viele Einrichtungen haben immer 20 Bewerbungen auf Vorrat rumliegen, warum sollen die Geld für eine Anzeige ausgeben?

Der HEP ist NUR staatlich anerkannt und nicht examiniert? Den Witz musst Du mir mal genauer erklären. Wo liegt da bei Dir der Unterschied? Ich glaube wir reden da nur von zwei verschiedenen Begriffen für das Gleiche, oder?

Ist das etwa geplant ob Einrichtungen aufgeklärt werden- zum einen gibt es den Berufsverband, wenn Du so eine Aufklärung möchtest solltest Du dort eintreten und diese Arbeit auch finanziell unterstützen.
Aber es liegt auch an jedem einzelnen HEP, für Aufklärung zu sorgen. Zum Beispiel wenn Du anrufst um Dich nach einer freien STelle zu erkundigen.

hepberlin

  • Gast
Re: Dringende Frage zu HEPs in Berlin
« Antwort #2 am: 26. August 2007, 15:07 Uhr »
 ??? Ok ... hey, ich wollte hier keinem auf den Schlips treten ... erstmal bin ich bereits HEP und habe ich eine Anstellung und es geht mir nicht darum ,die staatliche Anerkennung irgendwie runter zu machen. Ich weiß nur, eben genau durch Anrufe, persönliche Telefonate, wenn ich mich auf Krankenpflegerstellen bewroben habe, eben genau darum: "Sie sind nicht examiniert - und wenn wir Krankenpfleger ausschreiben, suchen wir auch nur diese!" In Berlin ist das alles ein bisschen anders... Das Exmamen wird hier ganz anders bewertet und man kommt eben gerade nicht an diese Stellen ran.

Ich finde es eben nur sehr schade, dass es keine bundesweite Regelung gibt. InNRW hatte ich gar keine Probleme, da viele Stellen für HEPs ausgeschrieben waren, in Berlin sieht es seltsamerweise anders aus und die HEPs werden auf dem Arbeitsmarkt kaum berücksichtigt. Ich habe auch schon mit Stellenvermittlungen telefoniert, welche mir die Auskunft gegeben haben, dass sie HEPs nur als Hilfskräfte vermitteln, also auf Stellen setzen, wo sonst sogar 200 Std-Kurs´ler drauf kommen... es wird von den Firmen genauso vorgegeben. Ich habe in NRW auch Meidkamente verteilt und hier in gB-Einrichtungen auch, aber bei sämtlichen Bereichen drum herum wird es eben schwierig bis unmöglich.

Mich hätte einfach nur eine geplante bundesweite Regelung interessiert ... Auch die Regelungen der Schulen untereinander ist sehr eigenartig wenn es um Zulassungsvoraussetzungen geht. Bei der staatlichen Schule hat man keine Chance, eben wegen der Gründe aus meinem letzten Schreiben. Ich hätte auch nie damit gerechnet, dass man hier für die privaten HEP-Schulen bis zu 120 Euro monatlich bezahlt und die staatliche Anerkennung zusätzlich beantragen muss.

Gruß nach BaWü

Offline Bobolina

  • Mitglieder
  • *
  • Beiträge: 1.096
Re: Dringende Frage zu HEPs in Berlin
« Antwort #3 am: 26. August 2007, 23:30 Uhr »
Du bist mir nicht auf den Schlips getreten ???

Schon seltsam mit dem Examen, ich hab das bislang aber noch nicht gehört aus Berlin, dass es da solche Probleme gibt...

Für eine einheitliche Regelung engagiert sich der Berufsverband, Du hast dann auch den Vorteil dass Du eine Rechtschutzversicherung für den Arbeitsbereich mit drin hast. Die helfen einem auch bei der bewerbung, indem sie Arbeitgeber aufklären, was der HEP kann.
Die einheitliche Regelung steht und fällt mit der einheitlichen Schulausbildung, wenn wir alle die gleichen Ausbildungsinhalte haben, dann können wir besser unsere Einsatzfelder durchsetzen und auch einheitliche Gehaltsforderungen stellen. Denn die Heps in Berlin müssten ja theoretisch auch weniger bekommen wenn sie wie Helfer behandelt werden.

Das die Schulen manchmal Geld, manchmal sehr viel Geld und manchmal gar kein Geld nehmen kann man nicht einheitlich regeln und ist ja auch gut so. Genauso wie es Vollzeit und Berufsbegleitende Ausbildungsformen gibt.

albatros

  • Gast
Re: Dringende Frage zu HEPs in Berlin
« Antwort #4 am: 27. September 2007, 18:40 Uhr »
Is ja alles lustig, was ihr da so schreibt.
Also ich bin HEP in Berlin, im Bereich "Behindertenhilfe" (Heim) und sogar im Kinder- und Jugendbereich tätig. Natürlich stelle und teile ich (sogar) Medikamente (Psychopharmaka, Antiepileptika etc. pp., aus; ebenso wie's der entsprechende Doc verordnet hat.
Noch Fragen??
 :D :D :D

Offline Bobolina

  • Mitglieder
  • *
  • Beiträge: 1.096
Re: Dringende Frage zu HEPs in Berlin
« Antwort #5 am: 27. September 2007, 20:08 Uhr »
Ach du lieber Himmel, jetzt lese ich das heute und sehe das auch schon wieder anders:

Bei uns sind auch viele Stellen nicht ausgeschrieben, sondern es ist Initativbewerbung gefragt.
Wenn Du Dich dann auf Krankenpflegerstellen bewirbst, ist die Reaktion demnach logisch, die dürfen ja auch ganz andere Spritzen geben etc. da muss man es gar nicht mit Bewerbung versuchen.

Und weil albatros im eigentlichen HEP-Bereich gesucht und gefunden hat, gibt es da auch keine Probleme....

kerstin

  • Gast
Re: Dringende Frage zu HEPs in Berlin
« Antwort #6 am: 27. September 2007, 20:52 Uhr »
Hey,
 
 mir gings ähnlich, bin von bayern nach berlin gezogen, und alles erschien mir anders. Hab jahrelang in heilpäd. Kitas  gearbeitet, und bekam hier zu hören, dass dies in vielen Einrichtungen den Erziehern vorbehalten sei. Auch mit Med.- ausgaben hatte ich die erfahrung gemacht, dass Heps dies nicht übernehmen durften. ich hab mir inzwischen ordentlich viele Einrichtungen angesehen. Aber letztlich liegts glaub gar nicht daran dass hier vieles anders ist, sondern die arbeitsmarktlage ist einfach anders. so bin ich anfangs in stellen gestolpert, die zwar heps einstellen aber eben nur als hilfskräfte (und dies aber verschwiegen haben ;-)). Die angemessenen stellen purzeln so ein halbes jahr später erst nach und nach ein, und da gibt es durchaus interessante sachen. dabei muss man aber einfach auch die geschichte berlins berücksichtigen und es gibt noch viele einrichtungen in denen man ganz ordentlich mit anpacken kann, mit verändern kann, und bei der ein oder anderen gehört es wohl auch mit dazu das Berufsbild erstmal klar zu machen. ich habs schon auch erlebt, dass ich eine nachschulung machen sollte in einem bereich, der in meiner ausbildung ganz klar abgedeckt war, aber andere heps in ihrer nicht enthielten. wir sind keine pflegefachkräfte, das ist so, und so werden wir nicht in med. geführten einrichtungen als solche bezahlt werden, auch wenn dort ein pädagogischer ansatz genauso wichtig wäre - hoffentlich gibts ausnahmen.
Meine Erfahrung in berlin ist: Gedult haben. Gute Leute bekommen auch hier gute Stellen, vielleicht ist nur im Moment keine frei. 

Grüße
Kerstin