Autor Thema: Praxisbericht  (Gelesen 560 mal)

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Offline Leni

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Praxisbericht
« am: 16. Januar 2021, 18:12 Uhr »
Hallo,

ich bin neu und bräuchte mal eure Hilfe.

Ich bin gerade dabei meinen 2. Praxisbericht im ersten Lehrjahr zu schreiben.
Ich muss eine Kurzdarstellung der geplanten Aktivität schreiben. Allerdings soll sie eben nicht kurz, sondern schon eine 3/4 Seite lang sein.

"Die geplante Aktivität ist die Wäschepflege von Herrn P., da dies begleitet werden muss. Außerdem wird sein Bett neu bezogen und das Zimmer aufgeräumt. Auch dies muss begleitet werden, da es sonst nicht erledigt wird." -> dies habe ich schon, allerdings muss da noch mehr geschrieben werden. Aber das ist eigentlich auch schon alles, was ich mit dem Klienten mache.

Könnt ihr mir helfen?
LG Leni

Offline Sebastian Jung

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Re: Praxisbericht
« Antwort #1 am: 21. Januar 2021, 09:55 Uhr »
Hallo Leni,
kannst du die Beschreibung hie mal reinstellen?, denn so von außen lässt sich nur schwer helfen.
Viele Grüße
Sebastian

Offline Leni

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Re: Praxisbericht
« Antwort #2 am: 21. Januar 2021, 10:04 Uhr »
Was meinst du mit der Beschreibung, Sebastian?
Meinst du die Personenbeschreibung von Herrn P. oder die Beschreibung der Kurzdarstellung?

Letzteres ist folgendes: Punkt 2.1 Kurzdarstellung der geplanten Aktivität mit Erklärung (Thema des Praxisbesuchs ist "Gestaltung einer pädagogischen Alltagssituation")

Offline Sebastian Jung

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Re: Praxisbericht
« Antwort #3 am: 28. Januar 2021, 14:46 Uhr »
Hallo Leni, am Besten Beides

Offline Leni

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Re: Praxisbericht
« Antwort #4 am: 30. Januar 2021, 10:06 Uhr »
Beschreibung der Kurzdarstellung steht ja oben schon.

Personenbeschreibung:
Herr P. ist ein 31-jähriger Mann, der in einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderung lebt. Er hat eine geistige Behinderung infolge der Diagnose Trisomie 21. Zudem hat er einen angeborenen Herzfehler und eine Schilddrüsenfehlfunktion.
Seine Körperpflege kann er weitgehend alleine erledigen, weshalb er einen geringen Assistenzbedarf in diesem Bereich hat.
Aufgrund einer starken Sehbeeinträchtigung nutzt Herr P. als Hilfsmittel eine Brille und erfragt Feinheiten bei anderen Klienten und den Mitarbeitern, die er nicht erkennen kann. Er scheint gerne draußen unterwegs zu sein, ist allerdings nur bedingt verkehrssicher, denn er erkennt andere Verkehrsteilnehmer erst spät.
Herr P. ging fünf Jahre lang in einen integrativen Kindergarten. Danach war er zuerst in der *********, einer Waldorfschule, bevor er auf die ****** Förderschule wechselte.
Der Klient ist seit 2013 in der Franz-Sales-WfbM „*****“ tätig, nachdem er zuvor zwei Jahre lang im Berufsbildungsbereich der ******* Werkstätten war. Er äußert, dass er gerne dort arbeitet. Es ist ihm bewusst, dass er nicht beeinflussen kann, wann die Werkstatt wieder öffnen kann (nach ihrer corona-bedingten Schließung), aber darauf freut er sich.
Herr P. kann sich verbal äußern, tendiert dabei allerdings zu leicht undeutlicher Aussprache. Obwohl er manchmal Silben verschluckt, ist es meist für den Zuhörer verständlich.
Ein hoher Redebedarf oder schimpfen können Reaktion auf laute Geräusche, Zeitdruck, Streit oder Disharmonie sein, jedoch sind Verwirrung und Rückzug ebenso mögliche Reaktionen.
Der Klient kann mit einem Handy umgehen und verschickt viele Sprachnachrichten, da dies seine Kommunikation über Nachrichtendienste vereinfacht.
Herr P. hat einen besten Freund, Herrn R., in der WG. Er benötigt jedoch regelmäßig Motivation, um seine Freizeit mit ihm zu verbringen.
Neben seiner Vorliebe für Borussia Dortmund – er hat in seinem Zimmer einige Fanartikel und spricht viel darüber – hört Herr P. auch gerne Musik. Diese dreht er häufig laut auf und tanzt dann dazu.
Zudem geht er schwimmen. Der Schwimmkurs, den er mit einigen Mitbewohnern einmal die Woche besucht, fällt aktuell wegen Corona aus. Er scheint traurig darüber zu sein, es aber zu verstehen, warum er gerade nichts schwimmen gehen kann. Der Klient strickt auch gerne, denn dies möchte er den Großteil des Tages machen. Viel Spaß zu machen scheint ihm dies vor allem mit seiner Partnerin Frau B. Die Beziehung zu Frau B. birgt für Herrn P. Probleme bezüglich des „Nein-Sagens“ bei Wünschen oder Forderungen seiner Partnerin, weswegen er Unterstützung durch die Mitarbeiter benötigt, um zu lernen, seine Wünsche zu äußern und angemessen umsetzen zu können. In der WfbM hat er zeitweilig einen anderen Arbeitsbereich als seine Partnerin, damit sich Herr P. besser auf sich und seine Arbeit konzentrieren kann. Denn obwohl er oft Aufgaben von Frau B. als seine eigenen Aufgaben übernimmt, verdrängt Herr P. die negativen Auswirkungen, da er in der Beziehung viel körperliche Zuneigung und schöne Momente in Zweisamkeit erfährt.
Herr P. besitzt Kompetenzen in hauswirtschaftlichen und lebenspraktischen Bereichen. So kann er zum Beispiel den Esstisch eigenverantwortlich decken und die Küche aufräumen, sowie seine Wäschepflege und Zimmerreinigung unter Anleitung erledigen. Dabei muss er intensiv motiviert werden, denn er versucht vieles, um sich vor diesen Tätigkeiten zu drücken. Beispielsweise reagiert er auf Ansprache nicht, möchte die Aufgaben auf einen späteren Zeitpunkt verschieben oder versucht über ein Thema zu diskutieren, was nichts mit den zu erledigenden Aufgaben zu tun hat. Zudem bekommt der Klient einmal die Woche etwas Geld, um sich in der WfbM ein Getränk zu kaufen. Er ist in der Lage dieses Geld selbstständig einzufordern und zu verwalten.